Und Störtebeker wird endlich glücklich – Leben und Arbeiten am Wasser

Workshop mit Claudius Schulze

Leben und Arbeiten am Wasser – nicht nur Slogan von Immobilienspekulanten und Stadtmarketing, sondern potenziell für alle Stadtbewohner*innen realisierbar? In Hamburgs Mitte und Osten schlummern gigantische wassernahe Flächen ungenutzt einen Dornröschenschlaf.
Claudius Schulze wird mit den Teilnehmenden auf einem Floß die Wasserseite Hamburgs in den Blick nehmen, ungenutzte Potenziale erkunden und urbane Räume kartieren, die für künstlerische und soziale Nutzung in Frage kommen – mach mit bei unserer Piraterie des öffentlichen Raumes!

Hinweise:

  • Die Teilnahme am Workshop ist gratis.
  • Der Workshop kann an jeweils einem, zwei oder an allen drei Tagen besucht werden!
  • Am Sonntag sollten Teilnehmer*innen einen Laptop mitbringen.

Freitag, 26. August 2016 / 13 – 17 Uhr
Der Freitag ist der Erkundung von Nutzungsmöglichkeiten von Wasser gewidmet. Im Rahmen einer alternativen Hafenrundfahrt diskutieren und entwickeln wir soziale, kulturelle und künstlerische Nutzungskonzepte für die Brachflächen an und auf dem Wasser in Hamburg. Die Teilnehmer werden ihre Utopien formulieren können, unterwegs werden wir Akteure verschiedener Initiativen treffen. Was ist das Leben am Wasser? Alternative, soziale Wohnprojekte? Künstlerparks? Schwimmende Bühnen? Floßateliers? Egal ob Utopie oder praktisch umsetzbar, wir sagen was wir wollen!


Samstag, 27. August 2016 / 10 – 17 Uhr
Wir wissen schon was wir wollen. Aber noch nicht wo. Deshalb wird der Samstag der Erkundung der ungenutzen Flächen in der Mitte Hamburgs gewidmet. Wassernahe und Wasserflächen wollen wir systematisch auf ihr Potenzial untersuchen und das Material für eine Kartierung dieser Flächen zusammen tragen. Auch an diesem Tag werden wir verschiedene Akteure treffen, uns über Initiativen austauschen und vor allem eruieren: Was ist wo möglich?


Sonntag, 28. August 2016 / ab 11 Uhr
Am Sonntag versuchen wir uns in der Gestaltung einer Open-Source Karte all der gesammelten Informationen. Nach einer Einführung in Open-Street-Maps und einem Workshop wie eigene Karten erstellt werden können, soll ein Stadtplan Hamburgs entstehen, den soziale und künstlerische Aktivisten nutzen können um ihre eigenen Utopien umzusetzen. Wem gehört Land? Wer sind die Ansprechpartner? Wie kann es genutzt werden und zu welchen Konditionen? All das soll in der Karte verzeichnet werden.

 

Portrait-Claudius 1Claudius Schulze ist Fotograf und Akademiker. Sein Interesse gilt den menschlichen Fehlern und dem globalen Wandel des Anthropozän. Seine subtil angelegten fotografischen Arbeiten wurden bisher in zwei Büchern (Socotra 2012, State of Nature 2017) veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet und veröffentlicht (u.a. Geo, der Stern, Spiegel, The Independent). Schulze studierte erst Politik- und Islamwissenschaft an der Universität Hamburg und erhielt ein M.A.-Abschluss in „Conflict Analysis and Resolution“ von der Sabanci University Istanbul. Am LCC, University of the Arts London absolvierte er das M.A. Programm „Documentary Photography and Photojournalism“ mit Auszeichnung. Gegenwärtig ist er Lehrbeauftragter an der Leuphana Universität Lüneburg und arbeitet an einem PhD über Computerkreativität.

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